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Neue Statistik
der Schönheitsoperationen - Behandlungszahlen
stagnieren, aber Faltenbehandlungen bei
Frauen steigen und die Zahl der Lidplastiken
bei Männern :
Hamburg,
4. September 2008. „Wir beobachten
insgesamt eine Stagnation: Im Vergleich
zu den Vorjahren haben sich die Eingriffzahlen
bei Frauen und Männern nicht wesentlich
verändert“, interpretiert Dr. Matthias
Gensior, Generalsekretär der GÄCD, die aktuellen
Zahlen, die aus der Mitgliederbefragung
der rund 450 Mitglieder hervorgegangen sind.
Deutschlands größte interdisziplinäre Fachvereinigung
für Ästhetische Chirurgie präsentiert diese
anlässlich ihrer Pressekonferenz in Hamburg.
„Ein deutlicher Anstieg der Gesamteingriffzahlen
in Deutschland ist absolut nicht zu erkennen.
Auch, wenn in der Öffentlichkeit mittlerweile
horrend hohe Eingriffzahlen kursieren“,
stellt Dr. Gensior fest. Auffallend ist,
dass die Anzahl der Faltenbehandlungen bei
Frauen nach wie vor steigt: auf 93.600 Behandlungen
im Jahr 2007. „Das ist wieder eine
Steigerung zum Vorjahr und spiegelt absolut
den Gesellschaftstrend wider, so minimal-invasiv
wie möglich Falten behandeln zu lassen“,
schlussfolgert Dr. Gensior.
Und auch die Männer holen auf: die Anzahl
der Lidplastiken, also der Operation von
Tränensäcken und erschlafften Augenlidern,
haben sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu
verdoppelt, von 2.435 im Jahr 2006 auf 4.638.
Gründe für diesen massiven Anstieg liegen
im Wunsch der Männer nach jugendlichem und
gesundem Aussehen begründet. Denn, sinkende
Augenlider, die häufig verbunden sind mit
funktionellen Störungen (Gesichtsfeldeinschränkungen)
und ein verschlafener Blick nehmen Männer
nicht mehr als natürlichen Alterungsprozess
hin. Ganz im Gegensatz zu männlichen Falten,
die – ähnlich wie graue Haare –
durchaus als attraktiv und sogar männlich
gelten.
Die gefragtesten Eingriffe bei beiden Geschlechtern
sind identisch: Dazu gehören wie schon in
den Vorjahren Laserchirurgische Eingriffe
im Gesicht, die insgesamt 51.190 Mal erfolgten,
vor Fettabsaugungen, die rund 14.100 mal
durchgeführt wurden und erstmals Lidplastiken,
die 13.460 mal erfolgten. Insgesamt nahmen
die Mitglieder der GÄCD rund 130.000 Schönheitsoperationen
vor und 105.500 Faltenbehandlungen mit so
genannten Fillern und Botulinumtoxin A.
Statistik
2007
Rund 130.000 Schönheits-Operationen durch
Mitglieder der GÄCD insgesamt, zusätzlich
105.500 Faltenbehandlungen.
Die häufigsten
Eingriffe bei Frauen
sind:
Laserchirurgische
Eingriffe
im
Gesicht
|
32.943
|
Fettabsaugungen
|
11.632
|
|
Lidplastiken |
8.818
|
|
Nasenkorrekturen |
6.179
|
Brustvergrößerungen
|
6.083
|
Ästhetische
Phlebochirurgie
|
3.744
|
|
Tätowierungen |
3.131
|
|
Brustverkleinerungen |
2.538
|
|
Lippenkorrekturen |
2.303
|
|
Bauchdeckenplastik |
1.721
|
Ohrmuschelkorrekturen
|
1.462
|
|
Facelifts |
1.264
|
Die
häufigsten Eingriffe bei Männern
sind:
Laserchirurgische
Eingriffe
im Gesicht
|
18.247 |
Lidplastiken
|
4.638 |
Tätowierungen
|
3.459
|
Nasenkorrekturen
|
2.671
|
|
Fettabsaugungen |
2.476
|
Haartransplantationen
|
951
|
Ohrmuschelkorrekturen
|
794
|
Ästhetische
Phlebochirurgie
|
614 |
Brustverkleinerungen
|
426
|
Bauchdeckenplastik
|
197
|
Hochgerechnet auf alle 450
GÄCD-Mitglieder, ergeben sich folgende
Zahlen:
Faltenbehandlungen bei Frauen:
Gesamt
|
93.596
|
Botulinum-Toxin
|
50.785
|
Fillermaterialien
|
42.066
|
Dermabrasion
|
745
|
Faltenbehandlungen
bei Männer:
Gesamt
|
11.924
|
Botulinum-Toxin
|
6.618 |
Fillermaterialien
|
5.024
|
Dermabrasion
|
282
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Herausgeber:
GÄCD - Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie
Deutschland e.V.
Redaktion
/ Ansprechpartner:
Medical Consulting Group I Annette Theis
I Mörsenbroicher Weg 200 I D-40470 Düsseldorf
Fax +49 (0) 2 11 / 51 60 45-209 I
info
(at) medical-consulting.
*****
Nachlese
zur 83. Sitzung des Ausschuss für Gesundheit
Am 23. April 2008 waren Vertreterinnen und
Vertreter verschiedener Verbände eingeladen,
an der öffentlichen Anhörung des Deutschen
Bundestages zum Thema "Missbräuche
im Bereich der Schönheitsoperationen gezielt
verhindern - Verbraucher umfassend zu schützen"
teilzunehmen.
Die von der GÄCD eingereichte Stellungnahme
können Sie hier nachlesen.
Nachfolgend finden Sie einige Auszüge aus
unterschiedlichen Presseberichten:
Rheinische Post online, 21.04.08
Schönheitsoperationen bei Jugendlichen
„[…] Für die Gesellschaft für
Ästhetische Chirurgie Deutschland […]
ist ein Verbot solcher Eingriffe an Kindern
und Jugendlichen 8…] kein Thema: ‚Seriöse
Ärzte werden in Deutschland keine Patienten
unter 18 Jahren ästhetisch operieren, es
sei denn, es handelt sich um Ohrmuschelkorrekturen,
die vor allem bei Kindern zu empfehlen sind’,
erklärte Ihr Präsident, Heinz Bull, im vergangenen
Jahr.
Ein ganz klares Nein sagte er zu Brustvergrößerungen
oder auch Fettabsaugung bei Minderjährigen,
denn der Körper ist noch nicht fertig entwickelt.
Solche Eingriffe werden von uns grundsätzlich
abgelehnt. Wenn ein Arzt bei diesen Indikationen
operiert, sollte der Patient stutzig werden’,
riet der Professor.“
DPA, 22.04.08
Ästhetische Chirurgen gegen „Verbots-Hype“
„Die Gesellschaft für Ästhetische
Chirurgie Deutschland kritisierte
die Debatte über ein mögliches Verbot bei
Jugendlichen. ‚Ich kann
diesen Hype nicht nachvollziehen’,
sagte Präsident Heinz G. Bull laut
einer Mitteilung. Auch „notwendige
Operationen“ wie die
Ohrmuschelkorrektur oder die Behebung der
Lippenkiefergaumenspalte
seien dann kaum noch möglich. Er verwies
auf bestehende
Selbstverpflichtungen von Verbänden und
Ärztekammern, reine
Schönheitsoperationen an Kindern und Jugendlichen
nicht
durchzuführen.“
Kölnische Rundschau, 22.4.08:
Verbot für Schönheitsoperationen bei Minderjährigen
in der Diskussion
„[…] Professor Heinz Bull, Gesichtschirurg
in Krefeld und Präsident der Gesellschaft
für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD):
[…] ‚Von etwa 400.000 Eingriffen
sind unter sieben Prozent an Jugendlichen
oder Kindern.’ Ganz oben auf der Liste:
die Segelohren. Da sei der Leidensdruck
bei Kindern durch Hänseleien oftmals so
groß, dass eine Operation notwendig sei.
Andere Operationen wie Brustvergrößerung
[…] komme für GÄCD-Mitglieder nicht
in Frage […]. Ein Verbot […]
von Schönheitsoperationen an Minderjährigen
sei überflüssig. […] ‚Es gibt
bereits bei Verbänden und Ärztekammern die
Selbstverpflichtung der Ärzte, reine Schönheitsoperationen
an Kindern und Jugendlichen nicht durchzuführen’,
sagt Professor Bull. Die Rechtslage sei
klar. Wer sich bisher nicht daran halte,
ließe sich auch nicht von einem Verbot abbringen.“
Berliner Morgenpost, 24.04.08:
Schönheits-OPs: Regierung sieht Handlungsbedarf
„[…] Die Bundesregierung signalisierte
erstmals ihre Unterstützung für einen Gesetzesantrag
[…]. Über die Chancen eines generellen
Verbots von Schönheits-OPs bei Jugendlichen
herrschte nach einer kontroversen Expertenanhörung
im Bundestag […] Ungewissheit. Experten
meldeten Zweifel daran an, dass die Grenze
zwischen nötigen und unnötigen Eingriffen
genügend klar gezogen werden könne. […]
der Präsident der Gesellschaft für Ästhetische
Chirurgie Deutschland, Heinz Bull, sagte,
die Zahl von Schönheits-OPs bei Jugendlichen
sei
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